Finale mit Nerven aus Stahl

Spannung, Applaus – und ein echtes Foto-Finish im Vorlesen: Maximilian Siemoneit hat den Kreisentscheid des bundesweiten Vorlesewettbewerbs gewonnen. Gegen 13 weitere Schulsiegerinnen und -sieger setzte er sich durch – und musste am Ende sogar ins Stechen. Lesen kann eben auch Hochleistungssport sein. Entschieden wurde der Wettbewerb beim Vorlesen des unbekannten Fremdtextes. Während seiner Konkurrentin drei kleine Lesefehler unterliefen, blieb Maximilian souverän. Er kommentiert das Ganze trocken: „Ich glaube, das hat mir zum Sieg verholfen.“ Seinen selbstgewählten Text entnahm Maximilian den offiziellen Buchempfehlungen des Wettbewerbs und entschied sich für Res will nach Hause. Darin erkundet der Roboter Res gemeinsam mit einer Drohne den Mars – mit überraschenden Nebenwirkungen: „Das Besondere ist, dass der Roboter menschliche Gefühle entwickelt. Und die Drohne später auch.“ Warum das Buch perfekt für einen Vorlesewettbewerb ist, weiß Maximilian genau: „Die Dialoge eignen sich super, um sie in drei Minuten vorzustellen.“ Seine Textstelle passte dabei nahezu millimetergenau:
„Meine Textstelle hat 2 Minuten 50 Sekunden gedauert – optimal für die Lesezeit.“ Auch die Konkurrenz blieb nicht unbeobachtet: „Ein anderer Junge ist mit ›Gregs Tagebuch‹ angetreten – das war, glaube ich, nicht anspruchsvoll genug.“ Ganz ehrlich ergänzt er jedoch schmunzelnd: „Natürlich lese ich auch ›Gregs Tagebuch‹.“ Jetzt heißt es: Endspurt Richtung Bezirksentscheid. Dafür bleiben Maximilian vier Wochen Vorbereitungszeit – und jede Menge Daumen, die gedrückt werden. Alexandra Jess, die den Vorlesewettbewerb an der Schule organisiert, bringt es auf den Punkt: „Wir sind stolz auf unseren Sieger und drücken ihm fest die Daumen für den Bezirksentscheid.“

















