Der Kurs BI1 zu Gast im LifeScienceLab der Helene-Lange-Schule in Hannover.
Für die Schülerinnen und Schüler des Kurs BI1 aus Jg. 12 stand heute die Analyse des eigenen genetischen Fingerabdrucks auf dem Stundenplan. Zunächst wurde die persönliche DNA aus den Mundschleimhautzellen aufwändig isoliert. Dazu wurden Zell- und Kernmembranen aufgelöst, die DNA an eine Silica-Membran gebunden und immer wieder gewaschen und zentrifugiert.



Die Basensequenz zweier konkreter DNA-Minisatelliten wurde dann gezielt in einer PCR vermehrt. So wurden aus wenigen DNA-Molekülen innerhalb verhältnismäßig kurzer Zeit eine Milliarde Kopien hergestellt. Diese DNA-Abschnitte wurden zuletzt per Gelelektrophorese sichtbar gemacht. Da die Schülerinnen und Schüler nur einen Versuch hatten ihre vervielfältigte DNA-Probe in das Gel zu bekommen, musste das Beladen der Geltaschen zuvor natürlich ausgiebig eingeübt werden. Am Ende waren alle sicher im Umgang mit den verschiedenen Mikropipetten und die DNA konnte unter UV-Licht sichtbar gemacht werden.

Bislang unbekannte Verwandtschaften konnten zwar nicht ermittelt, dafür aber moderne molekulargenetische Analyseverfahren selbstständig ausprobiert und eingeübt werden. Am Ende eines spannenden Labortages steht die Erkenntnis, dass selbst die kleinsten molekularen Bausteine des Lebens für komplexe Untersuchungen genutzt und sichtbar gemacht werden können. Vielleicht eines Tages um Krankheiten zu heilen, Medikamente zu entwickeln oder weitere Grundlagenforschung zu betreiben.


















