Internationale Einblicke in Schule und Prävention

Erasmus-Plus-Besuch aus Spanien und Rumänien am Campus Wedemark

Mitte Februar ist der Campus Wedemark wieder ein Stück internationaler – und das nicht nur sprachlich. Lehrkräfte des Instituts de Educación Secundaria aus Al-Guadaira (in der Nähe von Sevilla) sowie aus der pädagogischen Highschool in Barlad (Rumänien) sind im Rahmen eines Erasmus-Job-Shadowings zu Gast am Gymnasium Mellendorf und an der Realschule Wedemark.

Während eines Job-Shadowings begleiten – in diesem Fall Lehrer – ihre Berufskollegen in deren Arbeitsalltag, um vor Ort einen realistischen Einblick in die Arbeitskultur eines anderen Landes zu erlangen und natürlich auch, um von ihrem Schulalltag zu berichten. „Schule funktioniert schließlich überall ein bisschen anders“, weiß Katja Hauptmeier, die Erasmus-Koordinatorin des GM, „und gute Ideen erkennt man in jeder Sprache.“

So begleiten die sechs Gäste für fünf Tage den Schulalltag an Gymnasium und Realschule aus nächster Nähe. Beide Schulen arbeiten traditionell eng zusammen, sodass der gemeinsame Besuch gut koordiniert werden kann. An der Realschule steht der digitale Unterricht im Zentrum. Hier hat die Schule unter Leitung von Jens Szabo in der Wedemark eine Vorreiterrolle. Am GM interessieren sich die spanischen und rumänischen Lehrkräfte besonders für die derzeit laufende Präventionswoche, in der Themen wie Selbstverteidigung, Stressbewältigung oder Medienkompetenz im Mittelpunkt stehen. Besonderen Eindruck auf die internationalen Gäste machen auch die Aktivitäten außerhalb des Klassenzimmers. Ein Upcycling-Projekt, das Entkusseln des Resser Moores oder ein sozialer Stadtrundgang in Hannover machen deutlich, wie nah Schule an der Realität arbeiten kann.

Neben Hospitationen an beiden Schulen bleibt viel Raum für Gespräche über Unterricht, Schulentwicklung und pädagogische Konzepte. Unterschiede werden neugierig betrachtet, Gemeinsamkeiten schnell entdeckt – und zwischendurch wird auch herzlich gelacht, wenn sich zeigt: Lehreralltag ist überall überraschend ähnlich.

„Im Austausch mit Kollegen aus anderen Ländern merkt man schnell, wie viele gute Ideen entstehen können. Erasmus+ öffnet den Blick – und beweist, dass Lernen und Zusammenarbeit keine Grenzen kennen“, erklärt Katja Hauptmeier.

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