Kunstblut, starke Nerven und echte Teamarbeit

Schulsanitätsdienst feiert erfolgreiche Premiere auf der INTERSCHUTZ

Was macht man, wenn jemand die Treppe heruntergestürzt ist, plötzlich wiederbelebt werden muss oder eine verletzte Person dringend Hilfe benötigt?  Die Mitglieder des Schulsanitätsdienstes des Gymnasiums Mellendorf wissen inzwischen ziemlich genau, was zu tun ist. Bei den Regionswettbewerben des Schulsanitätsdienstes, die in diesem Jahr erstmals auf der INTERSCHUTZ in Hannover – der Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz – stattfanden, konnten die Mellendorfer Nachwuchsretter ihr Können unter Beweis stellen. Bereits um 6:30 Uhr startete die Gruppe am Bahnhof Mellendorf in Richtung Messegelände. Dort warteten 20 Stationen und insgesamt 310 Schüler aus 23 Schulen auf die Teilnehmer.

Mit zwei Teams ging auch das Gymnasium Mellendorf an den Start – und das gleich bei seiner ersten Teilnahme überhaupt. An rund der Hälfte der Stationen wurde es erstaunlich realistisch: Kunstblut, professionelle Schminke und schauspielerisch überzeugende „Verletzte“ sorgten dafür, dass die Szenarien manchmal verblüffend echt wirkten. Neben Herz-Lungen-Wiederbelebungen, Verbrühungen und Stürzen mussten die Teams aber auch ihre Teamfähigkeit, Kommunikation und ihr Einfühlungsvermögen unter Beweis stellen. „Manche Situationen sahen so echt aus, dass man kurz vergessen konnte, dass es ein Wettbewerb ist“, berichtet Lehrkraft Dirk Kießling, der den Schulsanitätsdienst am Mellendorfer Gymnasium betreut. „Unsere Schüler haben die Herausforderungen aber sehr souverän gemeistert.“ Am Ende belegten die beiden Mellendorfer Teams die Plätze 21 und 22 von insgesamt 44 Mannschaften. „Für unsere erste Teilnahme ist das ein tolles Ergebnis“, freut sich Kießling.

„Viele andere Teams waren älter und hatten deutlich mehr Wettbewerbserfahrung. Einige unserer Teilnehmer besuchen erst die 7. Klasse.“ Für das Gymnasium Mellendorf gingen Zoe Börsing (8B), Niklas Fiedler (9D), Liah Golgath (7C), Paula Grall (7A), Livia Kühn (8B), Antonia Lutz (8B), David Meissner (9D) und Lena Schoeb (Jahrgang 13) an den Start. Besonders beeindruckt zeigte sich Kießling vom Auftreten seiner Schützlinge: „Natürlich freut man sich über gute Platzierungen. Noch schöner war aber zu sehen, wie konzentriert, verantwortungsbewusst und als Team unsere Schüler gearbeitet haben. Genau darum geht es im Schulsanitätsdienst.“ Und eines steht nach diesem Tag fest: Wer schon morgens um halb sieben freiwillig aufsteht, um sich anschließend mit Kunstblut, Notfällen und Wiederbelebungen zu beschäftigen, bringt definitiv die richtigen Voraussetzungen für den Schulsanitätsdienst mit.

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