Moore als Superhelden

Ausstellung am Gymnasium Mellendorf begeistert mit Klimawissen und Kreativität

Was auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als echtes Multitalent: Moore sind wahre Superhelden unserer Umwelt. Genau diesen faszinierenden Lebensräumen widmet sich derzeit die Ausstellung „Moore, Klima, Artenvielfalt“, die noch bis zum 30. April am Gymnasium Mellendorf zu sehen ist.

In Raum 2.033 am Campus W laden seit dem 08. April insgesamt 19 Rollups dazu ein, die geheimnisvolle Welt der Moore zu entdecken. Dabei geht es nicht nur um seltene Pflanzen und Tiere, sondern vor allem um die zentrale Rolle, die Moore im Kampf gegen den Klimawandel spielen: Als riesige CO₂-Speicher leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag zum Erhalt unseres Planeten.

Organisiert wurde die Ausstellung durch die BNE-Lehrer des GM Nicole Ulm Wegener und Christian Kossenjans. Beide haben die Entwicklung des Formats maßgeblich begleitet: „Früher bestand die Ausstellung aus gerahmten Bildern – jetzt haben wir moderne, ansprechend gestaltete Rollups. Das macht sie deutlich zugänglicher und spricht die Schüler ganz anders an,“ sagt Biologielehrer Kossenjans.

In Zusammenarbeit mit Marlies Postel vom MOORiZ verbindet die Ausstellung wissenschaftliche Inhalte mit interaktiven Elementen, die derzeit von Schülerinnen und Schülern des Biologie-Leistungskurses vorbereitet werden. Aktuell entstehen passend zu den Rollups Podcasts rund um Moore, Klima und Artenvielfalt. „Die Ergebnisse werden in der kommenden Woche auch auf unserer Schulhomepage veröffentlicht – so können auch andere an den Projekten teilhaben“, erklärt Kossenjans. Mithilfe von iPads können sich Besucher der Ausstellung dann auf Entdeckungstour begeben oder sich auch im Rahmen eines Stationenlernens intensiver mit einzelnen Themenbereichen auseinandersetzen. Für die Klassen am Gymnasium Mellendorf hat Kossenjans zusätzlich passgenaue Materialien entwickelt: „Mir war wichtig, dass die Ausstellung nicht nur angeschaut wird, sondern wirklich im Unterricht ankommt und weitergedacht wird.“

Anna Maj (links) und Greta Beyer (rechts) aus der 9B

Ein besonderes Highlight bildete die Einführungsveranstaltung für die Umweltsprecher der Schule: Marlies Postel vermittelte eindrucksvoll, warum Moore nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch schützenswert sind. Die Teilnehmenden wurden so zu echten Multiplikatoren, die ihr Wissen nun in ihre Klassen tragen.

Doch damit nicht genug: Parallel zur Ausstellung läuft ein schulintern ausgeschriebener Moor-Wettbewerb, der die Kreativität der Schülerinnen und Schüler herausfordert. Ob künstlerische Arbeiten, Modelle, Fotografien, Stop-Motion-Filme oder literarische Texte – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Als Hauptpreis winkt eine geführte Fahrrad-Exkursion ins Moor mit Marlies Postel – ein ganz besonderer Wandertag, der Theorie und Praxis miteinander verbindet.

Nach ihrem Aufenthalt in Mellendorf wird die Ausstellung weiterziehen und an einer Schule in Großburgwedel Station machen. Für Kossenjans ein schönes Zeichen für die wachsende Bedeutung des Themas: „Es ist großartig zu sehen, dass die Ausstellung weiterwandert und noch mehr junge Menschen für den Schutz der Moore sensibilisiert.“

Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, dass Umweltschutz nicht abstrakt sein muss, sondern direkt vor der eigenen Haustür beginnt. Oder, wie Schulleiterin Katrin Meinen es treffend formuliert: „Wer versteht, wie wertvoll Moore für unser Klima sind, schaut mit ganz neuen Augen auf unsere Landschaft – und erkennt, wie wichtig es ist, sie zu bewahren.“

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