Abitur 2026 am Gymnasium Mellendorf

Die „Abivengers“ gehen

Mit einer festlichen Entlassungsfeier verabschiedete das Gymnasium Mellendorf seinen Abiturjahrgang 2026. Für 76 Absolventen endete damit ein bedeutender Lebensabschnitt – verbunden mit vielen Erinnerungen, großer Erleichterung und natürlich der Freude über das bestandene Abitur.

Durch das Programm führten Caroline Maria Wendorf und Noah Langwald. Neben Grußworten von Schulleiterin Katrin Meinen, dem Vertreter des Fördervereins Ingemar Becker, der Elternschaft, den Abiturienten sowie der Lehrerschaft sorgten mehrere musikalische Beiträge für einen festlichen Rahmen.

Die musikalische Gestaltung übernahmen die Ensembles der Schule. Das Jugendsinfonieorchester unter der Leitung von Domenic Eggers und Franziska Jaap präsentierte den Filmklassiker „Against All Odds“ und setzte damit einen passenden Akzent für einen Jahrgang, der in den vergangenen Jahren manche Herausforderung meistern musste

Die Ergebnisse sprechen für sich: Gleich viermal wurde die Bestnote 1,0 erreicht, der gesamte Jahrgang erzielte einen starken Durchschnitt von 2,39. Zwei Nachprüfungen wurden erfolgreich bestanden und zeigten, dass sich Einsatz auch auf den letzten Metern noch lohnen kann. Zudem konnten ein Wiederholer sowie ein weiterer Absolvent mit dem schulischen Teil der Fachhochschulreife ihren persönlichen Erfolg feiern.

In ihrer Rede machte Schulleiterin Katrin Meinen deutlich, dass der Jahrgang weit mehr sei als das, was sich durch Noten oder künstliche Intelligenz messen lasse. Mit einem Augenzwinkern betonte sie, dass ihre Rede selbstverständlich ohne ChatGPT entstanden sei. Persönlichkeit, Kreativität, Mitgefühl und die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, seien Eigenschaften, die keine KI ersetzen könne.

Für einen nostalgischen Blick zurück sorgte Ingemar Becker als Vertreter des Fördervereins s. Mit einer Anspielung auf den Filmklassiker „Die Feuerzangenbowle“ – „für die Boomer im Publikum“, wie er selbst schmunzelnd bemerkte – erinnerte er daran, dass Schule schon immer weit mehr gewesen sei als Unterricht.

Nachdenkliche Töne schlug Lehrer Markus Bauch an. Mit einem Zitat der Philosophin Hannah Arendt – „Warum ist es so schwer, die Welt zu lieben?“ – lud er die Abiturientinnen und Abiturienten dazu ein, die Welt trotz ihrer Herausforderungen mit Offenheit, Verantwortung und Zuversicht mitzugestalten.

Für den Jahrgang selbst blickten Viviana Goltermann und Alexander Sonnabend auf die vergangenen Schuljahre zurück. Mit viel Humor erinnerten sie an gemeinsame Erlebnisse, besondere Momente und manche Herausforderung des Schulalltags. Ein besonderer Dank galt dabei ihren Eltern – unter anderem dafür, dass sie es über viele Jahre geschafft hatten, ihre Kinder morgens zuverlässig aus dem Bett zu bekommen.

Auch Colette Hahn richtete als Vertreterin der Elternschaft persönliche Worte an den Jahrgang. Mit dem bestandenen Abitur ende für viele Eltern nicht nur die Schulzeit ihrer Kinder, sondern auch ein jahrelanges „Logistikunternehmen“ aus Fahrdiensten, Brotdosen, Elternabenden und Terminorganisation. Gleichzeitig werde nach vielen Jahren auch die familiäre „Krisenzentrale“ etwas ruhiger – zumindest bis Studium, Ausbildung oder die erste eigene Wohnung neue Herausforderungen mit sich bringen. Für emotionale Momente sorgten der Chor der Abiturienten mit Pompeii sowie der Jugendchor unter der Leitung von Christoph Badde mit Here Comes the Sun und Feel It Still. Dabei wurde deutlich, dass die vergangenen Jahre weit mehr waren als Unterricht, Klausuren und Prüfungen. Freundschaften, gemeinsame Fahrten, Projekte und unzählige Erlebnisse haben diesen Jahrgang geprägt. Ein Höhepunkt des sommerlich warmen Vormittags war die Zeugnisübergabe. Unter großem Applaus nahmen die Abiturienten ihre Zeugnisse entgegen – begleitet von stolzen Eltern, zahlreichen Erinnerungsfotos und vermutlich der leisen Hoffnung, nie wieder einen Operator erklären zu müssen.

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