Auch in diesem Jahr galt es beim Stadtradeln wieder, in einem Zeitraum von drei Wochen möglichst viele Alltagswege mit dem Rad zurückzulegen. Das Wetter hat sich dabei mehrheitlich von seiner besten Seite gezeigt, und so konnten die Mellendorfer Schülerinnen und Schüler mit Leichtigkeit das Kilometerergebnis aus dem etwas verregneten Vorjahr überbieten. Denn gerade bei gutem Wetter ist das Fahrrad das wichtigste Fortbewegungsmittel für die Schülerinnen und Schüler in der Wedemark.
Ein bunter Aktionsmonat auf dem Campus W
Gemeinsam mit der Klimaschutzmanagerin der Gemeinde, Frau Reus, hat der Umweltrat des Campus W ein buntes Programm auf die Beine gestellt und auch den beliebten Eis-Wettbewerb für die fahrradaktivste Klasse neu aufgelegt. Im Schulgebäude kam man an dem Thema gar nicht mehr vorbei: In allen Klassen hingen Plakate zum Kilometersammeln sowie die Infos zum Eiswettbewerb. Mit Flyern und Postern auf den Fluren wurde zusätzlich Aufmerksamkeit geschaffen. Slogans wie „Wir müssen das Rad nicht neu erfinden – nur häufiger nutzen“ machten auf die Bedeutung des Fahrrads als Verkehrsmittel aufmerksam und motivierten zum Mitmachen.

Für Fahrradenthusiasten gab es einmal pro Woche eine Schulradeln-Rennradrunde, und über den Instagram-Account der Schule begleitete eine eigene Stadtradeln-Kampagne die drei Wochen. Auf dem Schulhof prangte der Schriftzug STADTRADELN in großen Buchstaben – hier waren alle eingeladen, mit Kreide bunte Statements für das Fahrradfahren zu hinterlassen.

Sagenhafte Zahlen und globale Dimensionen
So wurden in den drei Wochen sagenhafte 31.147 Kilometer gesammelt. Im Vergleich dazu waren es 2025 „nur“ 26.000 Kilometer.
Mit unserem diesjährigen Ergebnis kommt man tatsächlich etwa 90-mal um das Saarland herum. Die Kilometer würden aber auch ausreichen, um per Luftlinie von unserer Schule bis nach Sydney in Australien und wieder zurück zu reisen – und danach blieben immer noch genug Kilometer übrig, um locker bis nach Mallorca zu radeln. Selbst die Tour de France, das härteste Radrennen der Welt, könnten wir mit dieser Distanz fast neunmal hintereinander absolvieren.

Fun Fact: Krasser ist tatsächlich nur die Küstenseeschwalbe. Sie ist der absolute Weltmeister im Streckenmachen und legt auf ihrer jährlichen Wanderung von der Arktis in die Antarktis und zurück etwa 30.000 Kilometer zurück. Das entspricht ziemlich genau unserem Stadtradeln-Ergebnis. Allerdings schafft die Küstenseeschwalbe diese Distanz ganz alleine, während wir als starkes Team unterwegs waren!
Die Highlights: Eiszeit und Spitzenleistungen
Gemeinsam haben unsere Schülerinnen und Schüler viele tolle Fahrradrouten entlang der Weser, zum Steinhuder Meer oder um den Brelinger Berg genutzt, um mit Spaß an der Bewegung Kilometer zu sammeln. Einige Teilnehmende haben dabei regelrecht „küstenschwalbenmäßige“ Einzel- und Teamleistungen erbracht:
Die Gruppe mit den meisten Fahrradkilometern und damit Gewinner des diesjährigen Eiswettbewerbs ist der Jahrgang 12 mit mehr als 4.000 Kilometern. Am 29. Juni gibt der Bürgermeister der Gemeinde Wedemark dafür das wohlverdiente Eis aus.
Dass der 12. Jahrgang in diesem Jahr die kilometerstärkste Gruppe war, lag übrigens nicht nur an der Gruppengröße: Mehrere Schüler waren beim jährlichen 24-Stunden-Radmarathon am Brelinger Berg dabei und holten allein in dieser Zeit bis zu 400 Kilometer – pro Person!
Doch auch eine weitere Gruppe darf sich auf eine Abkühlung freuen: In der Sekundarstufe I hat die Klasse 5A großes Engagement gezeigt und wird dafür ebenfalls mit Eis belohnt. Die Kids haben insgesamt 3.482 Kilometer gesammelt und liegen damit knapp vor der Klasse 5F (3.430 km) und der Klasse 6B (3.326 km).
Unter den Einzelpersonen hat sich Benjamin Krysiak (11C) mit mehr als 1.400 Kilometern die Krone für die meisten Kilometer geholt. Paulina Hein (9A) hat mit 840 Kilometern als Zweitplatzierte ebenfalls ein beachtliches Ergebnis eingefahren.

Vorbilder im Sattel und ein starkes Zeichen
Auch unter den Lehrerinnen und Lehrern gab es wieder viele fleißige Radler. Herr Drewes beispielsweise nutzt das Rad hauptsächlich für den Arbeitsweg und legt dabei täglich eine Entfernung von fast 30 Kilometern zurück. Aber auch Herr Hauptmeier, Frau Hitz und Herr Ropeter waren wie viele andere engagiert dabei und echte Vorbilder für ihre Schülerinnen und Schüler.
Ein besonderes Lob gebührt allen Klassen, die mit viel Eifer und sportlichem Ehrgeiz Kilometer gesammelt haben. In der Summe steht die Gemeinde Wedemark nun bei mehr als 102.000 Kilometern. Ein tolles Zeichen für die Verkehrswende, für mehr und vor allem sicherere Radwege und für eine größere Akzeptanz des Fahrrads auf den Straßen unserer Gemeinde.
Wir sagen „Vielen Dank“! Schön, dass ihr alle dabei wart. Wir hoffen, dass alle gesund und munter in die Ferien kommen und im nächsten (Schul-)Jahr wieder fleißig mit uns Fahrrad fahren, denn: „Ein Leben ohne Fahrrad ist möglich – aber sinnlos.“

















