Im Rahmen des Kreativwettbewerbs zur vergangenen Moorausstellung am Gymnasium Mellendorf hat die Klasse 6A den Hauptpreis abgeräumt: einen gemeinsamen Ausflug ins Moor.

Warum Moore so wichtig sind
Doch der Reihe nach: Moore sind weltweit entscheidende Klimaschützer, indem sie Kohlenstoff dauerhaft binden. Solange sie nicht trockenfallen, geben sie diesen auch nicht mehr an die Atmosphäre ab – sie sind somit Senke und Speicher in einem. Doch nicht nur das: Das Moor ist ein einzigartiges Ökosystem und bietet hochspezialisierten Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebens- und Rückzugsraum. Darüber hinaus spielen Moore eine zentrale Rolle im Gewässerschutz, da sie Schadstoffe wie Phosphor und Stickstoff im Torf binden und so das Grundwasser filtern.
Die Wedemark ist Moor-Europameister!
Niedersachsen besitzt europaweit den größten Flächenanteil an Hochmooren. Alleine in der Gemeinde Wedemark liegen vier Gebiete, die zu den wichtigsten Hochmooren des Landes zählen: das Bissendorfer Moor, das Schwarze Moor, das Helsdorfer Moor und das Otternhagener Moor.
Diese Moore gilt es zu bewahren! Am Gymnasium Mellendorf unterstützen die Schülerinnen und Schüler daher seit Jahren tatkräftig Pflegemaßnahmen (wie das Entkusseln) im Moor. Auch im Unterricht hat das Thema einen festen Platz, um die herausgehobene Bedeutung dieser Landschaften im Bewusstsein zu verankern.
Mit Bildergedichten zum Hauptpreis
Die Klasse 6A hat im Kunstunterricht unter der Leitung ihrer Klassenlehrerin Frau Beins die Vielfalt und Besonderheiten der Moore in Form von kreativen Bildergedichten umgesetzt. Dabei galt es, Eigenschaften und visuelle Merkmale des Moors in Form von Worten kunstvoll aufs Papier zu bringen. Mit großer Hingabe und viel Liebe zum Detail sind Werke entstanden, die letztlich auch die Jury um Frau Ulm-Wegner und Herrn Kossenjans restlos überzeugten.

„So viel Engagement muss belohnt werden!“, konstatierte Umweltratlehrerin Frau Ulm-Wegner, die selbst Kunst unterrichtet. So durfte sich die 6A nicht nur über den Moor-Ausflug freuen, sondern bekam obendrein noch ein Eis spendiert – was bei den aktuellen Sommer-Temperaturen eine mehr als willkommene Abkühlung war.
Exkursion zum Nordturm
Unter der Leitung von Marlies Postel, die bereits für die Bilder und Inhalte der Moor-Ausstellung verantwortlich zeichnete und als ausgewiesene Expertin gilt, ging es am Donnerstag, den 25. Juni, bei bestem Wetter mit dem Fahrrad in Richtung Nordturm des Bissendorfer Moors. Unterwegs legte die Gruppe immer wieder Stopps ein, bei denen Frau Postel spannende Geschichten über das Moor und seine geheimnisvollen Bewohner erzählte.

Eine echte Moorleiche wie den berühmten „Roten Franz“ haben die Schülerinnen und Schüler auf ihrer Expedition zwar nicht entdeckt, wohl aber jede Menge unvergessliche Eindrücke gesammelt und einen aufregenden Vormittag verbracht.

















