Bürgermeisterkandidaten stellen sich den Fragen der Oberstufe des GM
Wer soll künftig an der Spitze der Gemeinde Wedemark stehen? Diese Frage wird am Sonntag, 13. September, bei der Kommunalwahl entschieden.
Am Mittwoch, 2. September, hatten die Schüler der Jahrgänge 11 bis 13 des Gymnasiums Mellendorf Gelegenheit, die drei Kandidaten für das Bürgermeisteramt schon einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Jessica Borgas (CDU), Cornelia Blume (Grüne) und Florian Lübeck (parteilos) waren der Einladung ins Forum des Schulzentrums gefolgt und stellten sich 90 Minuten lang den Fragen der Oberstufenschüler.
Geplant und vorbereitet worden war die Veranstaltung von den Schülern selbst – und auch die Moderation lag vollständig in Schülerhand.
Souverän führten wechselnde Moderatoren durch die verschiedenen Themenblöcke, hakten nach und griffen zusätzlich Fragen aus dem Publikum auf.
Dabei ging es um Themen, die die Jugendlichen ganz unmittelbar betreffen: kostenlose Schülerbeförderung, die Verkehrssituation rund um das Schulzentrum und die täglichen „Elterntaxis“, fehlende Räume im Schulgebäude oder Vandalismus auf dem Campus.

Um die Kandidaten auch persönlich besser kennenzulernen gab es auch eine schnellen Runde persönlicher Entscheidungsfragen.
„Hund oder Katze?“, „See oder Berge?“ – die Kandidaten mussten sich spontan festlegen und verrieten dabei auch ein wenig über die Menschen hinter den politischen Positionen.
Besonders amüsiert reagierte das Publikum auf die Frage: „Wen von den anderen beiden würden Sie wählen, wenn Sie sich selbst nicht wählen dürften?“ Bei den Antworten wurde die politische Nähe zwischen Rot und Grün durchaus sichtbar.
Die Mischung aus ernsthaften politischen Fragen und persönlichen Momenten kam bei den Jugendlichen an diesem Vormittag gut an.
Viele fanden es hilfreich, die drei Bewerber nicht nur von Wahlplakaten und Flyern zu kennen, sondern ihre Vorstellungen unmittelbar miteinander vergleichen zu können.

„Besonders erschreckend ist dabei der Fakt, wie stark die Verschuldung der Gemeinde politische Entscheidungen und Handlungsspielräume einschränkt,“ erklärte im Anschluss Lars Hefer, Schüler des 13. Jahrgangs des GM.
Die Kandidaten selbst zeigten sich beeindruckt von der thematischen Breite und der Vorbereitung der Fragen – und von einer aufmerksamen Oberstufe, die genau zuhörte und an den entscheidenden Stellen nachfragte.
„Die Schüler sind uns mit viel Respekt begegnet und haben interessante Fragen gestellt“, resümierte Florian Lübeck.
Dem stimmte Jessica Borgas zu: „Sie haben es uns wirklich leicht gemacht, man ist ja doch immer ein bisschen aufgeregt.“

















