Lesefreude auf Spanisch: Schulentscheid von „Leo, leo, ¿qué lees?“
Am Gymnasium Mellendorf wurde Anfang Februar nicht nur gelesen – es wurde spanisch gelesen, betont und mit hörbarer Begeisterung vorgetragen. Beim Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs „Leo, leo, ¿qué lees?“ traten Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs gegeneinander an und zeigten eindrucksvoll, wie lebendig eine Fremdsprache klingen kann. Dem Finale waren zwei Klassenentscheide vorausgegangen, bei dem sich die Teilnehmenden innerhalb ihrer Lerngruppen qualifiziert hatten. Die besten Leser durften schließlich beim Schulentscheid antreten – und machten schnell deutlich: Vorlesen ist weit mehr als nur „laut lesen“. Es geht um Ausdruck, Rhythmus, Sprachgefühl – und manchmal auch darum, die eigene Nervosität elegant zu überspielen. Bewertet wurden die Beiträge von einer Jury aus Lehrkräften und Oberstufenschülern. In der Jury saßen die Spanischlehrerinnen Nicole Ulm, Mandy Hahne sowie Anna Massouh und Christoph Müller aus Jahrgang 12. Besonderes Augenmerk lag auf Aussprache, Intonation, Lesefluss und Textverständnis – also darauf, ob ein Text nicht nur korrekt, sondern auch lebendig präsentiert wurde. Am Ende setzte sich Jonah Otte mit einer besonders sicheren Aussprache und ausdrucksstarken Vortragsweise durch und belegte den ersten Platz. Den zweiten Platz erreichte Sophie Hoffmann, gefolgt von Ella Linne, die den dritten Platz belegte. Alle drei überzeugten durch sprachliches Feingefühl, Mut und Präsenz – und zeigten, wie viel Können im Vorlesen einer Fremdsprache steckt. Als Schulsieger wird Jonah Otte das Gymnasium Mellendorf beim Landesentscheid vertreten. Der Wettbewerb fand in diesem Schuljahr bereits zum zweiten Mal am Gymnasium Mellendorf statt – jedoch erstmals für den 9. Jahrgang. Damit wird die Förderung der spanischen Sprache bewusst auch in höheren Klassenstufen weitergeführt. Und der Wettbewerb zeigte eindrucksvoll: Fremdsprachenlernen kann nicht nur anspruchsvoll sein, sondern auch richtig Spaß machen. Schulleiterin Katrin Meinen fasste den Eindruck des Tages treffend zusammen: „Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Mut, Ausdruck und Freude unsere Schüler eine Fremdsprache lebendig werden lassen. Solche Wettbewerbe zeigen, dass Sprachenlernen weit über den Unterricht hinaus wirkt.“


















