Mit Minecraft zur Mobilität der Zukunft

…und zum Schulhof von morgen

Wie sieht eigentlich eine Schule aus, in der man sich richtig gerne aufhält? Mehr Sitzgelegenheiten? Mehr Grünflächen? Sicherere Wege? Oder vielleicht ein Schulhof, der nicht nur in der Pause funktioniert, sondern auch digital geplant werden kann?  Mit genau solchen Fragen beschäftigten sich jetzt zahlreiche Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Mellendorf im Projekt „MeinPlatz – Jugendbeteiligung“. Gemeinsam mit dem Medienpädagogen Alan Stewart entwickelten sie auf der digitalen Plattform Luanti ihre Ideen für nachhaltige Mobilität und lebenswerte Räume – und bauten diese direkt virtuell nach. Im Rahmen des Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP) der Region Hannover ging es dabei nicht nur um sichere Radwege oder moderne Verkehrslösungen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auch darauf, den Schulhof des Gymnasiums digital nachzubauen, um ihn anschließend als Modell weiterentwickeln und neu gestalten zu können. „Die Schüler konnten ihre Ideen sofort sichtbar machen und ausprobieren“, erklärt Christian Kossenjans vom Umweltrat, der das Projekt gemeinsam mit Alan Stewart vorbereitet hatte. „Gerade bei Fragen rund um Schule und Mobilität wissen junge Menschen oft am besten, was im Alltag funktioniert – oder eben nicht.“ Mit viel Kreativität, Teamarbeit und technischem Geschick entstanden so digitale Modelle, neue Gestaltungsideen und zahlreiche Zukunftsvisionen für die Wedemark und das eigene Schulgelände. Unterstützt wurde das Projekt technisch maßgeblich von Informatiklehrkraft Frank Pawla. Besonders beeindruckt zeigte sich Kossenjans von der Motivation der Teilnehmenden: „Da wurde unglaublich konzentriert gearbeitet – und gleichzeitig mit viel Spaß. Manche Gruppen haben ihren Schulhof wahrscheinlich genauer analysiert als viele Erwachsene.“ Die Ergebnisse sollen nun in den weiteren SUMP-Prozess eingebunden werden. Gleichzeitig könnte die digitale Wedemark künftig weiter wachsen – gestaltet aus der Perspektive der Kinder und Jugendlichen selbst. „Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Schule, Digitalisierung und Nachhaltigkeit miteinander verbunden werden können“, betont Schulleiterin Katrin Meinen. „Und manchmal beginnt gute Stadtplanung eben tatsächlich mit einem digitalen Block in der Hand.“

Auf dem Foto (v.l.): Tuulia Becker, Jonah Demera (6D), beide engagieren sich im Umweltrat.
Archiv