Die Arme neben mir fliegen hoch. Wie war das noch??? Die Worte schwirren durch meinen Kopf, während mich das ungute Gefühl überkommt, dass ich es doch schneller wissen müsste. Aber ich brauche etwas länger… Ich hatte schon fast vergessen, wie sich das anfühlt, Schülerin zu sein, auf der anderen Seite des Lehrertischen zu sitzen. Hier im schönen Süden Italiens, in der Sprachschule von Salerno erlebe ich es hautnah, 10 Tage lang, mit allen dazugehörigen Höhen und Tiefen.  

Es ist ein voller Erfolg!  

Dank des von der Europäischen Union geförderten und finanzierten Erasmus-Programms bekam ich die Möglichkeit, meine Kenntnisse in der italienischen Sprache wieder aufzufrischen. 25 Jahre war es nun her, dass ich als Studentin in Mailand Geschichte studiert hatte. Auch hier war es bereits dieses großartige Programm, welches mir dies ermöglicht hatte. Als Förderprogramm ist das Erasmus-Programm eine Initiative, welche einen Beitrag für ein zukünftiges nachhaltiges Wachstum und den Zusammenhalt Europas leisten möchte. Die Entwicklung interkultureller und sozialer Kompetenzen steht dabei auch im Vordergrund. Dass diese Fähigkeiten gefordert und gefördert werden, merkt man schnell. Außerhalb seines gewohnten Lebens- und Arbeitsumfeldes lernt man sich neu kennen und Dinge relativieren sich plötzlich. Nicht nur, dass die vielen spannenden Gespräche mit anderen Sprachschüler*innen aus der ganzen Welt, die Exkursionen in die wunderschöne Umgebung Salernos und die damit einhergehenden Erlebnisse die Basis für eventuelle Schulpartnerschaften oder gar Freundschaften bilden, sie tragen auch zur persönlichen Entwicklung bei.  

Was könnte die Teilnahme also anderes gewesen sein als ein voller Erfolg? 

Kathleen Möbius