Und erneut erreicht uns eine Einsendung von einem Mitschüler …

 

Mein Alltag mit „Corona“

In den letzten Wochen kannte ich Corona nur aus den Medien und meine Eltern hatten sich darüber unterhalten. Aber es betraf mich erst nicht, deshalb hatte ich mich nicht weiter darüber informiert.

Letzten Donnerstag jedoch machte ich auf meinem Handy bemerkenswerte Entdeckungen, denn ich bekam ständig neue Nachrichten. Von überall hieß es, dass die Schulen in Niedersachen ab Montag schließen. Ob das wirklich stimmte, wusste erst keiner. Gab es wohlmöglich früher Ferien? Ich stellte mir nun die Frage, was bedeutet das für mich, meine Familie und meine Freunde?

Am Freitag teilte man uns dann in der 5 Stunde mit, dass ab Montag die Schulen bis zum 18.04.2020 schließen. An dem Tag hatten wir dann wirklich unsere vorerst letzte Arbeit geschrieben. Nach der Info bekamen wir eine Menge Aufgaben in Deutsch, Mathe und Englisch mit nach Hause. Daheim war meine Mutter dabei sich schon Gedanken ums Essen zu machen und wie sie in der nächsten Zeit arbeiten wird. Am Wochenende ergaben sich viele Fragen und immer wieder neue Informationen in den Medien.

Am Sonntag überlegte ich mir einen Plan, wann ich alle Aufgaben in der nächsten Zeit machen werde. Mein Plan war und ist meine Aufgaben nach unserem Stundenplan in der Schule zu machen, somit stapelte ich meine Unterlagen nach dem jeweiligen Tag. Nun war klar, leider kann ich mich die nächsten Wochen nicht verabreden, da es heißt, dass man zu Hause bleiben soll.

Am Montag schlief ich erstmal aus, anschließend gefrühstückt und machte mich dann an meine Aufgaben. So verlief auch der Dienstag und so werden auch die weiteren Wochentage ablaufen. Am Mittwoch war ich morgens mit meinem Vater noch mein Geburtstagsgeschenk aussuchen – ein neues Fahrrad und danach war ich noch schnell beim Friseur. Aber leider bleibt durch die vielen Aufgaben, die wir dann auch noch über IServ von weiteren Lehrern bekommen haben, irgendwie wenig Zeit für Aktivitäten. Ich spiele zwar zwischendurch ein wenig mit meinem Handy oder an der Playstation und das auch online mit Freunden und abends schaue ich ein wenig länger als sonst fern. Ich bin weniger draußen gewesen, als sonst und auch das Training fehlt mir sehr.

Freitag war nun schon eine Woche um. Innerhalb der Woche hatte ich meine fertigen Aufgaben an einige Lehrer geschickt und war überrascht, dass teilweise am gleichen Tag eine Rückmeldung von ihnen kam.

Corona ist weiterhin das Thema Nr. 1, weitere Einschränkungen wurden am Freitag bekannt gegeben. Die Restaurants mussten ab 18.00 Uhr schließen, in manchen Bundesländern gab es nun eine Art Ausgangssperre, keine Treffen mehr von mehreren Personen an öffentlichen Plätzen. Am Sonntag soll Frau Merkel mit allen Ministern der Bundesländern sprechen, wie geht es weiter? Durchs Netz gehen viele Aufrufe. Toll fand ich ein Video von Herrn Bosselmann – geht weiterhin zum Bäcker! Auch die Prominenten bitten darum – bleibt zu Hause!

Das Wochenende hatte ich meine Aufgaben weglegte und ging raus an die frische Luft. Dann half ich draußen beim Baumschnitt. Ich hatte im freien meine Fußballübungen gemacht, damit ich mich fit halte und ich war Fahrrad fahren.

Die Sonne schien und meine Fußballmannschaft und ich kamen auf die Idee auch etwas für unsere Freunde und unserer Familie zu tun. Wir wollten zeigen, dass wir es nur gemeinsam schaffen. Jeder hatte eine unserer Trainingsübungen gemacht und ein Schild mit einem Wort gehalten und sich fotografieren lassen. Unsere Trainerin führte diese zusammen und das Gemeinschaftsbild wird nun verbreitet. Weitere Ideen wurden dadurch geweckt. Auf die Umsetzung bin ich gespannt.

Ich werde auch die nächsten Tage weiter über meine Tage schreiben. Denn in ein paar Wochen, weiß ich bestimmt nicht mehr, was so passiert ist.

So sah bisher mein Alltag mit Corona aus.

 

Bleibt bitte alle gesund !

Euer J.