Am vergangenen Freitag stattete Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) den Schulen am Campus einen kurzen Besuch ab. Ziel seiner Stippvisite war es nach eigenen Angaben, sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie Schulen unter den derzeitigen Corona-Bedingungen funktionieren.

Dazu sprach er zuerst etwa eine Stunde mit den Schulleitungen von IGS, Realschule und Gymnasium. Auch die Dezernentinnen der verschiedenen Schulen, Frau Dr. Fellmann für Gymnasium und IGS und Frau Wolters für die Realschule, waren mit dabei. Den Politiker interessierte unter anderem , ob sich alle Mitglieder der Schulgemeinschaft  an die Hygienebestimmungen hielten, wie viele Angehörige von Risiko-Gruppen die einzelnen Schulen haben oder ob die Schulen auf kurzfristig angekündigten digitalen Unterricht vorbereitet sind. Übereinstimmend berichteten die Schulleitungen, dass es vor allem problematisch sei, die Hygienebestimmungen unter den gegebenen Bedingungen durchzusetzen. In diesem Zusammenhang  erklärte der Gastgeber und Gemeindebürgermeister Helge Zychlinski, dass die Gemeinde durchaus darüber nachdenke, eine zweite Waschstraße vor dem Eingang der Schule am Roye-Platz aufzubauen, um den morgendlichen Ansturm auf die Waschstraße vor dem Haupteingang einzudämmen. Im Anschluss an die kleine Gesprächsrunde im Großgruppenraum traf der Ministerpräsident auf jeweils vier Schüler*innen aller drei Schulformen und Vertreter der Presse. Für das Gymnasium waren Frederik Eichstädt (13), Pia-Carlotta Wendel (11), Sophie Barmwoldt (9),  Justus Krämer (6) und als Berichterstatter das Podcast-Team unserer Schule (Lukas Kreft,  Jakob Strehl, Jonathan Reil) mit dabei. Die Schüler*innen  äußerten ihre Sorgen, z.B. hinsichtlich der z.T. eingeschränkten Abiturvorbereitung, der unterschiedlichen Leistungsanforderungen an niedersächsischen Schulen, der Nichteinhaltung der Hygienebestimmungen auf dem Schulgelände oder auch der  – sehr niedrigen – Wassertemperatur an der Waschstraße. Gefragt nach Voll- oder Halbbetrieb der Schule stimmte abschließend allerdings eine deutliche Mehrheit der Schüler*innen für den aktuellen Vollbetrieb. Dieses Votum hatte den Ministerpräsidenten nach eigenem Bekunden am meisten interessiert. Nach insgesamt etwa zwei intensiven Gesprächsstunden beendete Stephan Weil seinen Besuch und verschwand mit seinem Büro-Chef und den Personenschützern wieder in Richtung Staatskanzlei.